Schulchronik

Im Jahre 1921 kommt das Burgenland zu Österreich, wonach dieses Gebiet bildungspolitisch viel aufzuholen hat, da die Städte mit einem höheren Bildungsangebot bei Ungarn geblieben sind. Gleichzeitig wird der Ruf nach einer solideren Bildung immer lauter.

Die Burgenländische Landesregierung versucht nun die Schulorganisation des Burgenlandes durch die Gründung von Bürgerschulen den anderen Bundesländern anzugleichen.

  • Die Gemeindeverwaltung von Deutschkreutz wird initiativ, indem sie am 30. Dezember 1922, unter Bgm. Johann Kratochwill, beschließt, an die Landesregierung ein Ansuchen um die Eröffnung einer Bürgerschule zu richten, das am 3. Februar 1923 eingereicht wird.
  • Am 4. Februar 1925 kann die Bürgerschule Deutschkreutz eröffnet werden, vorerst mit der 1. und 2. Klasse, in welchen Kinder aus Deutschkreutz und den Nachbargemeinden unterrichtet werden-

Ab dem Schuljahr 1926/27 gibt es bereits 4 Klassen mit 109 Schülern.

  • Ab 1. September 1928 wird die hiesige Bürgerschule jahrgangsweise in eine „Hauptschule für Knaben mit Zulassung von Mädchen“ umgewandelt.

Das Jahr 1938 bringt auch für das Deutschkreutzer Schulwesen gewaltige Veränderungen mit sich. Durch den Krieg wird der Unterricht mehr und mehr gestört. Im Herbst 1945 wird der Unterrichtsbetrieb in den einzelnen Schulen wieder aufgenommen.

  • Die Schulraumnot hat die Gemeindeverantwortlichen von Deutschkreutz schon jahrelang beschäftigt, daher bezeichnet der Gemeinderat in einer Sitzung vom 15. Februar 1942 die Schaffung einer Zentralschule als die vordringlichste aller Aufgaben der Gemeinde

Der Zustrom zur Hauptschule wird immer größer.

  • Der Gemeinderat von Deutschk.reutz fasst unter Bgm. Bernhard Gansriegler am 1. September 1951 den einstimmigen Beschluss, eine neue Zentralschule zu errichten, in der Knaben-, Mädchenvolksschule und Hauptschule untergebracht werden können. Es vergehen wieder mehr als zwei Jahre, bevor sich die Gemeindeväter am 11. September 1954 mit den „Vorarbeiten zum Schulbau“ befassen. In einer Sitzung am 27. März 1955 geht es bereits um die von Architekten eingereichten Pläne.

Dipl. Architekt Julius Kappl wird am 1. September 1956 vom Gemeinderat, unter der Führung von Bgm. Johann Reinfeld , mit der Planung der Zentralschule betraut.

  • Am 12. Mai 1957 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für den Bau der Zentralschule von Deutschkreutz.

Anfang Dezember 1960 übersiedelt die Hauptschule für Knaben und Mädchen in die neue Zentralschule, die Knaben- und Mädchenvolksschule folgen Mitte Jänner 1961.

  • Auf Grund eines Gemeinderatsbeschlusses vom 20. August 1960 erhält das neue Zentralschulgebäude den Namen „EUROPASCHULE“ und soll als Bindeglied zwischen OST und WEST fungieren, zumal Deutschkreutz zur damaligen Zeit am „Eisernen Vorhang“ liegt.

In den folgenden Jahren ist die EUROPASCHULE DEUTSCHKREUTZ oftmaliger Tagungsort des Europäischen Erzieherbundes sowie zahlreicher inländischer und ausländischer Delegationen.

Nachdem durch ein Schulgesetz das 9. Pflichtschuljahr eingeführt worden ist, startet im September 1966 der Polytechnische Lehrgang (= die Polytechnische Schule) mit 2 Klassen.

Literaturhinweis: Mag. Schneller Franz, Deutschkreutz

 

Die Hauptschule Deutschkreutz spielt in ihrer langjährigen Geschichte immer eine entscheidende Rolle – eine Vorreiterrolle.

Im Rahmen der Schulautonomie wird kontinuierlich an Verbesserungen, Schwerpunktsetzungen und Projekten gearbeitet. Außerdem gibt es seit dem Schuljahr 1998/99 an der Schule die Fünftagewoche, auf Wunsch Nachmittagsbetreuung und die Möglichkeit, das Mittagessen an der Schule einzunehmen.

 

  • Im Schuljahr 2005/06 startet das innovative Schulmodell

„GRENZÜBERSCHREITENDE
EUROPÄISCHE
MITTELSCHULE (GEMS)
DEUTSCHKREUTZ“

an der öffentlichen HS Deutschkreutz:

Um eine bestmögliche Förderung der Begabungen und Interessen der Jugend sicherzustellen, kooperiert die Schule ab dem Schuljahr 2005/06 mit der HTL Eisenstadt, mit der HAK/HAS Oberpullendorf und mit ungarischen Partnerschulen im Rahmen des Schulversuchs GRENZÜBERSCHREITENDE EUROPÄISCHE MITTELSCHULE DEUTSCHKREUTZ.

In der 7. und 8. Schulstufe unterrichten HAK/HTL-Lehrer/innen jeweils 2 Wochenstunden im Teamteaching mit Fachlehrern/Fachlehrerinnen der GEMS Deutschkreutz jeweils 1 Stunde in Englisch, 1 Stunde in Physik.

Im Rahmen der Qualitätsverbesserung wird der neue Unterrichtsgegenstand EUROPEAN STUDIES (Arbeitssprache Englisch) eingeführt.

Sprachoffensive und naturwissenschaftlicher Bereich werden zu Schwerpunkten.

Informationstechnologische Grundbildung und kreatives Gestalten ebenfalls zentrale Anliegen.

 

 

Mit dem Schuljahr 2008/09 wird dieser innovative Schulversuch in Richtung „Neuer Mittelschule“ umstrukturiert. Dabei werden aufsteigend mit der 1. Klasse die Leistungsgruppen in Deutsch, Englisch und Mathematik aufgelöst und die Schüler/innen im Teamteaching unterrichtet. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die „Neue Lernkultur“ und auf Individualisierung.

  • Im Schuljahr 2009/10 startet der Schulversuch

„NEUE MITTELSCHULE DEUTSCHKREUTZ“
aufsteigend mit den 1. Klassen.