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Allerheiligen und Allerseelen

01.11.2020

Allerheiligen und Allerseelen

Totengedenken / Gedenken der Gefallenen im 1. und 2. Weltkrieg

 

Am 1. November, dem Hochfest Allerheiligen, findet normalerweise die Totengedenkfeier am Denkmal der Gefallen in Deutschkreutz statt. Heuer wurde sie aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Jedoch wollen wir Ihnen die Texte der Schülerinnen Johanna, Anja, Paulina und Anna der 4d-Klasse nicht vorenthalten. Diese wären bei der Gedenkfeier vorgetragen worden.

 

Zur Erklärung: Aufgabenstellung war es, einen kurzen inneren Monolog aus der Sicht von Frauen, Kindern, Jüdinnen und Juden, Soldaten, etc. zu schreiben. Ziel war dabei die Auseinandersetzung mit dem 2. Weltkrieg und dem Holocaust und das Hineinversetzen in andere Perspektiven.

 


Der Krieg!

 

Ein Begleiter des Alltags,

ein Begleiter der Zeit,

ein Begleiter der Ungewissheit.

Eine Phase, eine Zeit oder doch für die Unendlichkeit?

 

Anja I.

 


Der Krieg aus der Sicht eines jüdischen Kindes

 

Unter ständiger Angst leben wir Kinder,

hoffen, dass unsere Schmerzen werden linder.

 

Wir fühlen uns wertlos,

sind verängstigt und kraftlos.

 

Unser Leben ist bestimmt von Angst und Sorgen,

denn wir wissen nicht, wie wird sein das Morgen.

 

Wut und Trauer erfüllen uns zugleich so sehr,

fühlen uns von Innen ganz verlassen und leer.

 

Von Tod und Leid ist erfüllt die Welt,

Gottes Hand ist das Einzige, was uns noch zusammen hält.

 

Zu Ende gehen viele Menschenleben,

Gott gebe ihnen den ewigen Segen.

 

Paulina R.

 


Der Krieg aus der Sicht eines Kindes

 

Ich bin so allein,

ich will wieder heim.

Alle sagen, ich bin zu klein,

deshalb halten sie alles vor mir geheim.

 

Ich soll mir keine Sorgen machen,

denn ich bin hier geborgen.

Doch was ist mit morgen?

Vielleicht wollen sie mich da schon ermorden.

 

Ich hab so viel Angst,

die Eltern haben sich einfach verschanzt.

Ich fühle mich so wertlos, so kraftlos,

warum bin ich nur so ratlos?

 

Ich habe eine große Wunde,

was soll ich tun?

Durchalten kommt aus ihrem Munde,

doch bald gehe ich zugrunde.

Ein Kreislauf ist das,

der die Welt zerstört

und alle sind empört.

 

Ich bin müde,

alles ist eine Lüge.

 

Es ist eine harte Nummer,

mit viel Kummer.

 

Ich bin hungrig

und mir ist schwummrig.

 

Ich habe kein Essen,

das haben sie vergessen.

 

Es ist alles eine Frage der Zeit,

doch bitte gebt mir jetzt ein Stück Laib.

 

Alle haben Schmerzen im Herzen,

die werden sich das noch verscherzen.

 

Die Krankheiten werden noch kommen

und uns begleiten zu allen Tageszeiten

 

Da ist sie wieder, die Unsicherheit,

in der endlosen Finsterheit.

 

Johanna B.

 


Der Krieg aus der Sicht eines Soldaten

 

Ich kann nicht mehr,

ich will nicht mehr,

ich will heim zu meiner Familie.

 

Hab Durst und Hunger,

bin müde wie noch nie.

Möchte nach Hause zu meinen Geliebten,

doch hab Angst, ich werd gefoltert,

hab Angst, dass das passiert,

Freunde verloren,

hab geweint wie noch nie,

aber ich gebe nicht auf,

ich schaffe es durch den Krieg.

 

Anna S.

 

(Online unter https://pixabay.com/de/photos/kriegerdenkmal-heldengedenktag-4665591/, Zugriff 23.10.2020).

 
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